"Untersützung
und Spende für Yasuko Okada und Familie"
03.04.2011
- Wolf Strobel (Bad Boll)
Freunde
aus Japan:
Im
April 2001 lernte ich Toshiya Murase kennen. Er war mit
seinem damaligen Geschäftspartner nach Bayreuth gekommen,
um spezielle Bademode der Marke "Solar" für
den japanischen Markt einzukaufen. Schnell wurde man sich
einig über die Modalitäten und im Juli 2001 war
ich bereits zur Markteinführung und der dazugehörigen
Eröffnungsveranstaltung in Tokyo eingeladen. Es war
mein erster Besuch in Japan und es war natürlich sehr
beeindruckend, Geschäftsverbindung zu einem Unternehmen
in dieser Industrienation aufzunehmen. Japan, eine Nation,
welche nach dem zweiten Weltkrieg ähnlich wie Deutschland
einen enormen wirtschaftlichen Boom hervorgebracht hatte.
Gleichwohl
Toshiya Murase und sein Geschäftspartner sich nach
2 Jahren trennten, habe ich die Freundschaft zu ihm aufrechterhalten.
Wir haben uns immer wieder auf meinen Geschäftsreise
getroffen, war es anlässlich der swimwearshow in Miami
(Florida), einer von vielen Besuchen von ihm in Europa,
oder im Juli 2007, als ich zu seiner Hochzeit nach Sendai
eingeladen war.
Durch
die Teilnahme an der Hochzeitsfeier hatte ich die Möglichkeit,
viele Japaner kennenzulernen und im Vergleich zu normalen
Touristen "etwas mehr" als üblich zu sehen.
Im
Mai 2008 hatte mich Toshiya zusammen mit seiner Frau Kaori
in Deutschland besucht. Toshiya und Kaori leben und arbeiten
in Tokyo. Am Wochenende sind sie oft in der knapp 500 km
entfernten Stadt Sendai bei ihren Verwandten, da Kaori Murase
in Sendai aufgewachsen ist. Ihre Eltern und ihre ganze Familie
sind dort ansässig.
Sofort
nach dem Tsunami am Freitag, 11. März 2011 hatte ich
mit Toshiya telefoniert. Er sagte mir, dass seine Frau und
er in Tokyo wären und nicht in Sendai, aber man keine
Verbindung zu den Familienmitgliedern in Sendai hätte.
Sendai war von einem Tsunami mit einer Wasserwelle von 10
Meter Höhe getroffen worden. Von der Stadt, welche
direkt am Meer liegt, ist außer Schutt und Trümmer
nicht viel übrig geblieben.
Am
16. März 2011 waren alle Familienmitglieder wieder
gefunden bzw.in Notunterkünftenuntergebracht, bis auf
Yasuko Okada, die Tante von Kaori. Man hatte kein Lebenszeichen
von ihr. Am vergangenen Samstag, 26. März bekam Kaori
und Toshiya die Erlaubnis, in das Katastrophengebiet zu
reisen, um nach ihr zu suchen. Am Abend wurde sie dann in
einem Flüchtlingslager auf einer nahegelegenen Anhöhe
von Sendai gefunden. Sie hatte seit 14 Tagen die gleiche
Kleidung an und war von anderen Obdachlosen mit nur einer
Mahlzeit täglich versorgt worden. Die gesamten Besitztümer
von Ihr sind durch den Tsunami vernichtet. Sie war immer
noch verwirrt und wußte nicht, wohin sie gehen solle
und wo sie genau ist.
Kaori
und Toshiya sind mit Ihr an die Stelle gefahren, an der
früher ihr Haus stand. Es gibt dort nichts mehr, nicht
einmal mehr Trümmer. Der Tsunami hatte alles komplett
weggespült. Sie hat alle materiellen Besitztümer
verloren, lediglich das Kleidungsstück, welches Sie
zum Zeitpunkt des Tsunami getragen hatte war das einzige,
was ihr geblieben ist. Für Yasuko Okada ist das schlimmer
als im Krieg, da ein Kriegsflüchtling noch entscheiden
kann, was er schlussendlich auf die Flucht mitnehmen möchte.
Nach dem Tsunami hat Sie bis auf ihr Leben nichts mitnehmen
können.
Yasuko
Okada ist 75 Jahre alt, fast alle ihrer Angehörigen
haben wie sie ihre Besitztümer durch den Tsunami größenteils
verloren oder sie sind in Trümmer.
Ich
habe sofort 350.- € gespendet und versprochen, dass
ich mich für sie und Ihre Familie einsetzen werde.
Innerhalb
Japans sind die humanitären Unterstützungen sehr
bescheiden, außer dem Betreiben von Flüchtlingslagern
wird seitens der Regierung nicht viel getan. Andere Themen
wie die Gefahr durch das havarierte Atomkraftwerk in Fukushima
stehen dagegen mehr im Vordergrund. Die Informationen werden
nicht immer schnell weitergegeben, obwohl das Land eine
hervorragende Infrastruktur hat bzw. hatte.
Yasuko
soll wieder in eine lebensfähige Umgebung kommen. Sie
und Ihre Familie sollen wieder Kraft und Einsatz für
die Zukunft bekommen, damit sie mithelfen können, das
Land wieder aufzubauen und einen Beitrag zur japanischen
Gesellschaft zu leisten. Dafür benötigen sie Unterstützung.
Deshalb
bitte ich um Mithilfe und Unterstützung in Form einer
Spende. Ich werde die Spenden sammeln und direkt auf ihr
japanisches Konto überweisen. Jeder, der eine Spende
gibt, unterstützt damit das Überleben einer großen
japanischen Familie und hilft damit, das Leben auf unserer
Erde ein wenig besser zu machen.
Ich
werde eine Übersicht der Spender erstellen und jedem
Spender diese Übersicht und die entsprechenden Belege
dazu per email zukommen lassen.
Bitte
die Spende unter dem Betreff
"Spende
Familie Yasuko Okada - Vorname Nachname - "
auf mein Konto bei der Commerzbank überweisen:
Kontoinhaber:
Wolf Strobel, Commerzbank AG,
Konto Nr. 0641935500, BLZ 603 800 02
Bitte
frage auch Deinen Nachbarn, Deine Angehörigen, Geschäftsfreunde
und Freunde, hier mitzuhelfen. Jeder Betrag, auch wenn er
noch so klein ist, hilft! Und bitte die Namen auch dieser
Spender an mich mitteilen!
Die
Bilder sind letzte Woche von Toshiya photographiert worden.